Britische Eon-Kunden sind auf das Unternehmen wütend

Ein Paar Strumpfsocken in der Post und der Hinweis dazu, die Heizung runterzuschalten – die Eon-Kunden in Großbritannien finden das bezüglich der Energiekrise nicht feierlich. In Internetplattformen machen sie ihrer Wut Luft. Das Unternehmen entschuldigt sich. Eon ist aber nicht der einzige Energieversorger, der sich bloßstellte.

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Die Lieferanten erhielten schnell zahlreiche wütende Kommentare in den sozialen Medien über die Socken, die von der britischen Tochtergesellschaft des deutschen Energieriesen an rund 30.000 ihrer Kunden verschickt wurden. Es sei ein „erbärmliches Paket“ angesichts der hohen Heizkosten, macht ein Kunde seinem Ärger Luft. „Ich will nicht eure billigen fiesen kostenlosen Socken, ich will bitte billigere Stromrechnungen“, schreibt ein anderer Kunde. Daraufhin entschuldigte sich das Unternehmen.

„In Anbetracht der ernsten Herausforderungen, mit denen viele Menschen derzeit konfrontiert sind, hätte diese Sendung gestoppt werden müssen, es tut uns leid“, so die offizielle Stellungnahme von Eon Next bei Twitter. Die Polyestersocken seien „in keiner Weise dazu gedacht gewesen, von der Ernsthaftigkeit der aktuellen Energiekrise abzulenken“, zitiert der „Guardian“ einen Konzernsprecher. Die Haushalte hätten sich im letzten Jahr an einer „Energiesparkampagne“ beteiligt. „Auf spielerische Weise“ habe man die Menschen dazu anregen wollen, über eine Verringerung ihres CO2-Fußabdrucks nachzudenken.

Das Timing der Kampagne hätte jedoch nicht schlechter sein können. Die Briten erleben aufgrund hoher Gasrechnungen und Lebensmittelknappheit einen schwierigen und teuren Winter. Millionen werden die Energiekrise im Portemonnaie spüren. Laut Bank of America werden britische Verbraucher in diesem Jahr durchschnittlich 1075 US-Dollar mehr für Strom und Heizung zahlen. Schon vor ein paar Monaten erwähnte die britische Zeitung „Daily Mail“, dies sei ein „Winter des Leidens“.

Anhand der akuten Lage verlangte die oppositionelle Labour-Partei von Premierminister Boris Johnson Anfang letzter Woche, eine Extrasteuer für Konzerne zu erheben, die Gas und Öl aus der Nordsee nutzen. Diese Steuer könnte ihren Berechnungen zufolge eine durchschnittliche Energierechnung um circa 272 Dollar senken.

Feingefühl und Takt scheint bei britischen Energieversorgern momentan nicht gerade eine Stärke zu sein. Die Entschuldigung von Eon Next ist die zweite innerhalb einer Woche. Vor Eon schrieb der Rivale Ovo Energy einen Brief an seine Kunden, in dem er sie anspornte, mit ihren Haustieren zu kuscheln oder sich zu bewegen, um sich wärmer zu fühlen.

Quelle: www.n-tv.de

Autorin: Sophie Pixis

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