Etwa 2,5 Millionen Personen ohne Job

Arbeitslosenquote schießt in die Höhe

Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen erneut an. Ein Grund war, dass erstmals ukrainische Flüchtlinge in die Beschäftigungsstatistik aufgenommen wurden. Es gibt jetzt mehr Stellenangebote im Land als im Vorjahr.

Agentur fuer Arbeit

Rund 2,5 Millionen Menschen sind laut Bundesagentur für Arbeit im Land arbeitslos. Die Agentur sagte, dass im vergangenen Monat auch Flüchtlinge aus der Ukraine in die Zählung einbezogen wurden, was zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote führte.
Die Bundesagentur für Arbeit hat in ihren Angaben Daten bis einschließlich zum 12. Juli verwendet. In diesen Daten stieg die Zahl der Arbeitslosen um 107.000, wodurch die Gesamtzahl der Arbeitslosen auf 2.471.000 stieg. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 5,4 %, ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte seit vor rund vier Wochen.
Die Zahl der Arbeitslosen ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 120.000 zurück.

Höhere Arbeitslosigkeit als zur Jahreszeit üblich

„Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben im Juli kräftiger zugenommen als jahreszeitlich üblich“, bewertete Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, die momentane Situation auf dem Arbeitsmarkt. Flüchtlinge aus der Ukraine, die zunächst als Asylbewerber galten, erhalten nun eine Grundsicherung und werden in die Arbeitslosenzahlen eingerechnet. Dieser Grund war der Hauptgrund für die Entwicklung der hohen Arbeitslosenquote. Der Arbeitsmarkt sei jedoch „trotz aller Belastungen und Unsicherheiten“ im Großen und Ganzen weiterhin stabil, so Terzenbach weiter.
Die Bundesagentur für Arbeit hatte im letzten Monat das erste Mal auch Ukraine-Flüchtlinge in ihrer Statistik erfasst – und hatte schon im Juni den Anstieg der Arbeitslosenzahlen teils darauf zurückgeführt. Im letzten Monat war die Zahl der Personen ohne Erwerbstätigkeit gegenüber dem Monat Mai um 103.000 auf etwa 2,36 Millionen Personen gestiegen. Im Juni des letzten Jahres waren bundesweit etwa 251.000 Personen mehr arbeitslos gewesen.

Mehr offene Stellen als im Jahre 2021

Im Mai waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bundesweit rund 328.000 Menschen in Kurzarbeit. Diese Zahl ist gesunken. Im April bezogen noch 401.000 Menschen Kurzarbeitergeld. Die Daten reichen bis zu diesem Monat zurück.
Nach Angaben der Bundesbehörde stehen in Deutschland momentan über 881.000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Das ist ein großer Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als es nur rund 745.000 Stellenangebote gab.

Autorin: Sophie Pixis

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