„Monumentales Versagen“ – Flutkatastrophe in Westdeutschland hätte verhindert werden können.

Im Land des Lächelns ziehen Gewitterwolken auf – zumindest für viele Aktionäre. Paradox, denn der Wohlstand des Landes liegt auf einem Rekordhoch. Selbiges gilt für den Stellenwert von Bildung. Gerüchten zufolge sieht die chinesische Regierung in ebendieser Bedeutungszunahme eine Bedrohung für ihre junge Bevölkerung. Sehr zum Leidwesen hiesiger Unternehmen wie Tal Education und New Oriental.

Flut-Katastrophe-Deutschland-Eifel

Die britische Hochwasser-Expertin Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie an der Universität Reading, gilt als eine Koryphäe auf ihrem Gebiet und arbeitete bereits an diversen Projekten zu Hochwasser-Szenarien. Die deutsche Bundesregierung inklusive des Deutschen Wetterdienst (DWS) trauten der Professorin sogar so viel zu, als dass man das in England entwickelte Frühwarnsystem EFAS in sein Katastrophenschutzmodell einbezog.

„Deutschland wusste, dass die Flut kommt, aber die Warnungen haben nicht funktioniert.“

Mit dieser Schlagzeile titelt derweil die Times und attestiert damit der Bundesregierung ein Totalversagen. Die Zeitung beruft sich voll und ganz auf Cloke und zitiert deren Einschätzungen mehrfach. So wird die Hochwasser-Expertin unter anderem mit folgenden Worten angeführt: „Die Leute hätten Warnungen erhalten sollen. Die Leute sollten die Warnungen verstanden haben. Es nützt nichts, riesige Computermodelle zu haben, die vorhersagen, was passieren wird, wenn die Leute nicht wissen, was sie bei einer Flut tun sollen.“

DWS weist Schuld von sich

Die Anklage von Cloke lastet demnach nicht nur auf der Bundesregierung, sondern auch auf dem DWS. Der jedoch weist die Schuld von sich und betont, dass man alles Mögliche getan und eine rechtzeitige Warnung ausgesprochen habe. Es habe vielmehr an der untergeordneten Thematisierung in den Medien gelegen, dass man die Warnungen der Behörde nicht beziehungsweise zu spät wahrnahm.

So oder so: Opfer trift der Vorwurf wie ein Schlag ins Gesicht. Zuvor hatte bereits der CDU-Politiker Armin Laschet in seiner Rolle als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens für Furore gesorgt, als er im Hintergrund einer vom Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier gehaltenen Rede lachend und gut gelaunt in einem Gespräch vertieft war. Die nächste Frage, die man sich stellen könnte, dürfte die nach einer staatlichen Entschädigung für Betroffene sein.

Quelle: Bild.de

Autor: Jan Lauer

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