Heil verlangt Rechtsanspruch auf Homeoffice

Eine neue Freiheit

Es gilt seit November letzten Jahres wieder die coronabedingte Homeoffice-Pflicht. Da viele Arbeitnehmer diese Flexibilität gut finden, hat Arbeitsminister Heil vor, das Modell auch nach der Corona-Pandemie weiterzuführen. Damit schaffe man für einige „eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Homeoffice

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil möchte das Homeoffice langfristig im deutschen Arbeitsalltag etablieren. „Ich bin dafür, dass wir aus dem coronabedingten ungeplanten Großversuch zum Homeoffice grundlegende Konsequenzen für die Arbeitswelt ziehen“, sagte Heil. Die Ampel-Koalition werde „moderne Regeln für mobiles Arbeiten in Deutschland“ und einen Rechtsanspruch auf Homeoffice schaffen, so der Minister: „Ein moderner Ordnungsrahmen für mobiles Arbeiten kommt.“

„Aber wenn der Arbeitgeber keine betrieblichen Gründe nennen kann, dann gilt der Rechtsanspruch, Homeoffice in Anspruch nehmen zu können. Das gibt endlich vielen Menschen die Möglichkeit, auch nach der Pandemie von zu Hause aus zu arbeiten“, sagte Heil. „So schaffen wir eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Für viele Personen hieße mobiles Arbeiten „eine neue Freiheit“, verdeutlichte Heil.

„Auch im Homeoffice muss mal Feierabend sein“

 Seine Wahrnehmung sei vor allem auch, dass einige nicht dauerhaft, sondern nur gelegentlich von den vier Wänden aus arbeiten möchten. Auch diesbezüglich möchte er „mehr Flexibilität schaffen“, sagte Heil. Grundlegend hat sich die Praxis zum mobilen Arbeiten in Deutschland mit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 verändert. Arbeitgeber, die das im Vorfeld ohne eigenen Antrieb taten, sind seit November dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern die Arbeit von zu Hause aus anzubieten – falls denn nicht betriebliche Gründe dagegen sprechen. Heil möchte diese Pflicht in Zukunft dauerhaft verankern.

Zugleich machte der Arbeitsminister aber auch auf „die Schattenseiten im Homeoffice“ aufmerksam, die er zweifelsohne eingrenzen möchte. „Arbeit darf nicht krank machen. Auch im Homeoffice muss mal Feierabend sein.“ Dies werde vom Ordnungsrahmen genauso berücksichtigt, auf den sich seine Partei SPD mir der FDP und den Grünen verständigt habe. Nach den aktuellen Angaben des Münchner Ifo-Instituts waren laut einer Unternehmensumfrage im Dezember letzten Jahres 27,9 Prozent der Arbeitnehmer immerhin zeitweise im Homeoffice beschäftigt. Die Quote lag im August bei 23,8 Prozent.

Quelle: www.n-tv.de

Autorin: Sophie Pixis

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