Impfziel wird von der Bundesregierung verschoben

Corona-Pandemie

Normalerweise war es geplant, bis zum 7. Januar 80 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen das Coronavirus zu impfen. Doch das Impftempo ist ins Stocken geraten. Die Bundesregierung verschiebt ihr Impf-Ziel deshalb auf Ende Januar.

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Die Bundesregierung verschiebt ihr Impf-Ziel, das besagt, dass bei den Erstimpfungen eine Quote von etwa 80 Prozent erreicht werden soll. Vorerst war der 7. Januar als Zieltermin genannt worden – an diesem Tag soll das nächste Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage stattfinden. Anstelle dessen möchte die Regierung die 80-Prozent-Quote nun möglichst bis Ende Januar erreichen, wie ein Regierungssprecher der „Bild am Sonntag“ sagte.

Momentan sind 61,4 Millionen Personen in Deutschland mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 73,8 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland. Für das Ziel von 80 Prozent sollten rund fünf Millionen weitere Personen eine Erstimpfung erhalten.

In einigen großen Städten sind die Impfzentren momentan geschlossen, ebenso wie viele Arztpraxen. So wurden am 24.12.2021 laut Robert Koch-Institut rund 67.000 Impfungen verabreicht, davon 51.000 sogenannte Booster-Impfungen zum Auffrischen des Impfschutzes. Noch am Mittwoch lag die Zahl der verabreichten Impfdosen bei 710.000 – darunter allerdings 561.000 Booster-Impfungen.

Beratung über die Impfpflicht im Januar

Es wird in der Politik auch über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert, um auf diesem Wege eine höhere Impfquote zu erreichen. In der ersten Sitzungswoche soll das Thema Impfpflicht im Parlament auf die Tagesordnung kommen. Eine erste Diskussion zur Impfpflicht werde es im Bundestag Anfang Januar geben, sagte SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese der „Bild am Sonntag“. Für eine rechtssichere Regelung stellten sich einige „nicht einfache Fragen im Detail“. Das gelte vor allem für die Frage, ab wann eine Person seinen Impfstatus rechtlich verliert und eine Auffrischung notwendig ist.

Eine Impfpflicht werde die Spaltung der Gesellschaft eher überwinden als vertiefen, sagte der CSU-Chef Markus Söder. „Viele Menschen würden feststellen, dass es nicht so schlimm ist, sich impfen zu lassen – sondern im Gegenteil sogar schützt und Freiheit gibt“, so der bayerische Ministerpräsident. Er fügte hinzu: „Zum anderen hilft die Impflicht wirklich einigen, ihr Gesicht zu wahren.“

Autorin: Sophie Pixis

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