Investieren in 2021? So klappt der Einstieg in den Finanzmarkt

Aktien haben in den letzten Monaten enorm an Beliebtheit gewonnen. Der Corona-Crash inklusive „V-Kurve“ konnte insbesondere junge Leute für den weltweiten Finanzmarkt begeistern. Doch wie gelingt der Schritt auf das Börsenparkett im Jahre 2021? Wir klären auf.

Investieren-in-2021-So-klappt-der-Einstieg-in-den-Finanzmarkt

TINA – Warum ein kleiner Teil Aktien Sinn macht

Horrorgeschichten über verzweifelte Anleger, die bereits nach wenigen Wochen des Aktienhandels vor dem Nichts stehen, gibt es zuhauf. Die Regel in vielen Köpfen lautet: Nur Experten verdienen mit Aktien Geld – Ich nicht. Eine fatale Fehleinschätzung! Mittlerweile existieren allerlei Finanzprodukte, die auch jedem Anfänger und Kleininvestor eine solide Rendite bei geringem Risiko einbringen. Doch hierzu später mehr.

Zunächst ist der klare Grundsatz TINA zu verinnerlichen. TINA steht für „There Is No Alternative“ und steht für die Alternativlosigkeit zur Anlage in Aktien. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, kommt um den Börsenmarkt nicht herum. Dies gilt insbesondere für deutsche Bundesbürger, die sich bisweilen auf die gesetzliche Rente verlassen haben. Denn der internationale Vergleich offenbart, dass Deutschland über ein rückständigstes Rentensystem verfügt. Etliche Länder, insbesondere in Europa, ermöglichen ihren Bürgern eine weit effizientere Altersvorsorge. Mit Aktien!

 

Doch wie gelingt der Einstieg in den Aktienmarkt? Wir haben fünf grundlegende Tipps für den sicheren Aktienstart zusammengetragen.

1. Den passenden Broker wählen

Aktien sind so beliebt wie nie zuvor. Wer Aktien kaufen möchte, benötigt jedoch einen Broker, also einen Händler, der sich um den Kauf und Verkauf sowie die Verwahrung der Wertpapiere kümmert. Mittlerweile bieten etliche Hausbanken und sogar Sparkassen diesen Service an. Wesentlich günstiger und somit renditestärker investiert man mit einem eigenständigen Broker. Für Kleinanleger, die sich alle Optionen offenhalten und keine Mindestordervolumen tätigen möchten, lohnt der Griff zu einem Neo-Broker. Bei Trade Republic und Scalable Capital beispielsweise zahlen Sie keine Depotgebühren und können Aktie für 1 Euro beziehungsweise per Flatrate (3,99 Euro je Monat) handeln.

2. Anlegen mit Plan

Wasserstoff, Biotech, Cannabis … Die Liste an spannenden Themen mit Investitionsreiz ist lang. Doch nur die wenigsten Unternehmen aus Trend-Bereichen machen bereits in der Gegenwart Gewinne. Wer auf Zukunftswerte setzt, muss sich mit hohen Schwankungen abfinden, da in schwachen Marktphasen weniger solide Werte abverkauft werden. Zudem erfährt der Otto-Normal-Anleger erst nach dem Ausbruch eines Trends über die entsprechenden Investitionsmöglichkeiten in diesem Bereich. Versuchen Sie also nicht, aktuellen Trends hinterherzurennen, sondern fokussieren Sie Ihre Anlage auf Unternehmen, die nachhaltige Gewinne einfahren und deren Aktienkurse einen Aufwärtstrend erkennen lassen.

3. Entscheidung treffen – und einhalten

Die Anmeldung bei einem Broker ist – je nach Verifizierungsmethode – innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Auch der Kauf von Aktien ist mittlerweile so einfach wie nie zuvor. Kein Wunder! Der Broker verdient mit jeder Order Geld und möchte seine Kunden zum häufigen Kaufen und Verkaufen animieren. An der Börse gilt jedoch: „Hin und her macht Taschen leer.“ Auch geringe Ordergebühren drücken auf die Rendite! Anleger, die nach dem Prinzip „Buy and Hold“ investieren, lassen sich von Kursschwankungen nicht aus der Ruhe bringen. Insbesondere Anfänger investieren auf lange Sicht mit diesem Ansatz nachweislich erfolgreicher als sogenannte Trader.

4. Nicht auf gut Glück kaufen

Wie jedoch ist eine Aktie, die auf lange Sicht eine ansehnliche Rendite bringt, zu finden? Es gibt allerlei Kennzahlen à la KGV, KBV, KUV und, und, und … Wer sich als aktiver Anleger versuchen möchte, sollte sich vor dem Kauf unbedingt umfangreich über den Handel mit Aktien informieren. Mittlerweile existieren allerlei Ratgeber zum Thema Börse. Zudem gilt es, die Entwicklung des Gesamtmarkts zu beobachten! Fehlt Ihnen die Zeit oder die Lust, sich mit der Materie Börse ausgiebig zu beschäftigen? Dann dürfte die passive Anlagestrategie mehr Sinn machen. Über sogenannte ETF (Exchange Traded Funds) investieren Sie breit gestreut und gehen ein minimales Risiko ein. Die Erträge sind geringer, dafür jedoch nachhaltiger. Zudem können Sie bereits zu kleinen Summen, beispielsweise ab 10 Euro im Monat, in ETFs investieren.

5. Persönliches Risikomanagement erstellen

Ganz gleich, ob aktiv oder passiv investiert wird: An die Börse darf nur Geld fließen, das nicht benötigt wird. Keine Aktie und kein ETF der Welt ist so sicher wie das Sparbuch! Setzen Sie sich eine maximale Investitionssumme und überweisen Sie diese gestückelt auf das Verrechnungskonto Ihres Wertpapierdepots. So vermeiden Sie, zu früh mit der gesamten Summe in den Markt einzusteigen und können in Schwächephasen Ihre Investitionen ausbauen. Zudem: Seien Sie sich bewusst, dass die Börse keine Einbahnstraße ist! Anfänger sollten außerdem einen Bogen um Zertifikate, Derivate und Optionsscheinen machen. Diese Produkte gelten als wesentlich spekulativer und setzen weit mehr Wissen als der „normale“ Aktienhandel voraus.

Autor: Jan Lauer

Menü