Lohnlücke zwischen West und Ost geht weiter auf

Nur geringe Angleichung

Wer in Westdeutschland berufstätig ist, verdient im Durchschnitt um einiges mehr Geld als ein ostdeutscher Mitarbeiter. Auch drei Jahrzehnte nach der Einheit verringert sich das Lohngefälle nur bedingt.
Die Linksfraktion möchte an der Situation etwas verändern.

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Arbeitnehmer in Ostdeutschland bekommen auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung im Durchschnitt monatlich Hunderte Euro weniger als ihre Kollegen im Westen. Diese Information gehen aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die Linksfraktion im Bundestag eingeholt hat. Der Lohnabstand schwindet demnach nur schleppend.

Der Bruttoverdienst für Vollzeitbeschäftigte in Berlin und den westlichen Bundesländern lag den Angaben zufolge ohne Sonderzahlungen im dritten Quartal 2021 durchschnittlich bei 4237 Euro monatlich. Dabei waren es in den fünf östlichen Bundesländern nur 3442 Euro. Mit Sonderzahlungen lag der Durchschnittswert im Osten bei 3563 Euro und im Westen bei 4457 Euro. Der Abstand zwischen den beiden Bruttoeinkommen verringerte sich seit 2020 – gemessen am Wert inklusive Sonderzahlungen – von 997 Euro monatlich auf 894 Euro.

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch verlangt eine Angleichung bis 2025. „In jedem ostdeutschen Bundesland wird weniger verdient als in irgendeinem westdeutschen Bundesland“, sagte Bartsch. „Die Lohnlücke ist mit knapp 900 Euro immer noch gewaltig.“ Die Bundesregierung müsse die Spaltung auf dem Arbeitsmarkt beheben. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das würde berechtigten Frust abbauen“, sagte Bartsch.

Es handelt sich bei der Statistik um Durchschnittswerte. Nicht nur zwischen Regionen gibt es große Unterschiede, sondern auch zwischen Frauen und Männern sowie zwischen verschiedenen Branchen. Einige Experten begründen das Ganze wie folgt: In Ostdeutschland seien die Lebenshaltungskosten geringer, sei die Differenz bei der Kaufkraft weniger als der Lohnunterschied.

Quelle: www.n-tv.de

Autorin: Sophie Pixis

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