Ungarn möchte keine Waffenlieferungen durchlassen

Krieg in der Ukraine

Viele Länder möchten der angegriffenen Ukraine Waffen liefern – der westliche Nachbar Ungarn macht aber klar: nicht über unser Land. Die Entscheidung begründet Ministerpräsident Orban mit Sicherheitsbedenken.

Ungarn mochte keine Waffenlieferungen durchlassen

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban möchte es nicht erlauben, dass Waffenlieferungen anderer Länder an die Ukraine über ungarisches Hoheitsgebiet transportiert werden. „Wir haben entschieden, dass wir keine derartigen Lieferungen durchlassen“, erklärte er in einem Interview, das die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI gestern Abend veröffentlichte. 

Die Entscheidung begründete der rechtsnationale Politiker damit, dass in der westukrainischen Region Transkarpatien weit über 100.000 ethnische Menschen leben. Deren Sicherheit wäre durch solche Lieferungen gefährdet, hieß es. 

Das EU- und NATO-Land Ungarn grenzt im Osten an die Ukraine und die gemeinsame Grenze ist etwa 140 Kilometer lang.

Orban: „Ungarn hält sich heraus“

Orban hat in der EU die Sanktionsbeschlüsse gegen Russland und genauso die Entscheidung, der Ukraine mit Waffen zu helfen, mitgetragen. Den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine lehnte er jedoch eher halbherzig ab. 

Seit seinem Amtsantritt 2010 entwickelte Orban mit den Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. In der Erklärung von gestern Abend sagte Orban weiter: „Es ist das Interesse der ungarischen Menschen, dass sich Ungarn aus diesem Krieg heraushält.“ Aus diesem Grunde werde Ungarn weder Soldaten, noch Waffen ins Kriegsgebiet schicken.

Quelle: www.tagesschau.de

Autorin: Sophie Pixis

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