Weltgrößter Flugzeugbauer bleibt Airbus

Konkurrent Boeing erneut geschlagen

Im Jahr 2021 verkaufte Airbus mehr als 600 Flugzeuge – der US-Mitbewerber Boeing kann da nicht mithalten, schließlich wiegen die Flugverbote des Modells 737 Max noch schwer. Trotz Corona-Krise profitieren beide Flugzeug-Hersteller von einer anziehenden Nachfrage nach modernen Jets.

Airbus_produktion

Airbus hat im Corona-Jahr 2021 über 600 Verkehrsjets ausgeliefert und seine Position als weltgrößter Flugzeugbauer verteidigt. Zum Vergleich hatte der US-Rivale bis Ende November 302 Fracht- und Passagierjets ausgeliefert.

Airbus konnte aber das Niveau von 863 Auslieferungen aus dem Rekordjahr 2019 nicht erreichen. Der Hersteller hatte nach dem Einbruch des Flugverkehrs im Frühjahr 2020 seine Produktion um etwa 40 Prozent gedrosselt und im Gesamtjahr 566 Maschinen übergeben. „Auch wenn noch Unsicherheiten bestehen, sind wir auf dem richtigen Weg, die Produktion im Laufe des Jahres 2022 zu steigern“, sagte Airbus-Chef Guillaume Faury.

Airbus war vor allem bei Mittel- und Kurzstreckenjets gefragt. Auf die A320-Familie, deren Neuauflage A320neo und darüber hinaus den kleineren A220, entfielen 533 der ausgelieferten Flugzeuge – das ist ein Anteil von 87 Prozent. Bei den Großraumjets kamen die A330neo auf 18 und die A350 auf 55 Auslieferungen. Außerdem lieferte Airbus die letzten fünf Exemplare des doppelstöckigen Riesenjets A380 aus, dessen Produktion mangels Nachfrage eingestellt wurde. Bei den aktuellen Bestellungen entfielen allein auf die A320neo-Familie 661 Maschinen – das macht einen Anteil von 86 Prozent.

Die Flugverbote von Boeing 737 Max hängen Airbus nach

Enthalten in den Bestellungen der A320neo-Familie sind auch ein paar Exemplare der neuen Langstreckenversion A321XLR. Mit diesem Modell sollen sich Flüge zum Beispiel von Mitteleuropa in die USA rechnen, dies aber mit weniger Passagieren als bislang. Der Vertriebschef Christian Scherer sagte, dass der Erstflug schon in diesem Jahr stattfinden solle. Die erste Auslieferung sei weiterhin für 2023 vorgesehen. Nachdem der Konzern die Produktion der A320-Familie in der Corona-Krise von etwa 60 auf 40 Flugzeuge pro Monat zurückfuhr, steuert er mittlerweile Rekorde an. Nach monatlich etwa 45 Jets Ende 2021, soll es bis Sommer 2023 Schritt für Schritt auf 65 Flugzeuge nach oben gehen, wie Faury bekräftigte. Das wären somit so viele wie noch nie zuvor.

Der Rivale Boeing leidet noch immer unter den Folgen der Flugverbote für seinen Mittelstreckenjet 737 Max. Während die Auslieferungen des Modells momentan wieder zunehmen und große Neubestellungen hereinkamen, musste der Hersteller die Auslieferung seines Langstreckenjets 787 „Dreamliner“ über Wochen hinweg aussetzen. Wie viele Auslieferungen das Unternehmen im letzten Jahr schaffte und wie die Auftragsbilanz aussieht, will das Unternehmen nächste Woche bekannt geben.

Autorin: Sophie Pixis

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