Zum Vierten Mal in Folge steigt die Inzidenz

Coronavirus im Inland

Nach Angaben des RKI steigt die Inzidenz trotz geringerer Meldungen auf 222,7. Gesundheitsminister Lauterbach möchte die drohende Omikron-Welle auch mit einer Steigerung der Erstimpfungen mildern.

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Am vierten Tag in Folge hat das Robert Koch-Institut (RKI) einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Menschen und Woche mit 222,7 an. Weil in den letzten Tagen weniger getestet und gemeldet wird, geht das RKI bei den Zahlen von einer Unvollständigkeit aus. Zum Vergleich: Am Vortag lag der Wert bei 220,3. Vor 7 Tagen lag die bundesweite Inzidenz bei 220,7 (Vormonat: 439,2).

46 weitere Todesfälle

Die Gesundheitsämter im Lande meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 12.515 Corona-Neuinfektionen. Vor exakt einer Woche waren es noch 10.100 Ansteckungen. Das RKI zählte seit Beginn der Corona-Pandemie 7.189.329 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2, 6.441.000 gelten wieder als geheilt. Da viele Infektionen nicht erkannt werden, dürfte die tatsächliche Gesamtzahl deutlich höher liegen.

Bundesweit wurden den neuen Angaben zufolge innerhalb von 24 Stunden 46 Todesfälle gemeldet. Vor 7 Tagen waren es 88 Todesfälle. Die Zahl der Personen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 112.155.

Lauterbach: Erstimpfungen senken Sterberisiko

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach möchte die Zahl der Corona-Toten in der Omikron-Welle mit mehr Erstimpfungen versuchen zu mildern. „Die erste Impfung senkt bereits nach 14 Tagen das Sterberisiko drastisch“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Das Denken vieler Ungeimpfter, dass der Zug für sie sowieso abgefahren sei, stimme nicht. Studien belegen, dass sich die Omikron-Variante wesentlich zügiger verbreite als die Delta-Variante, aber dafür auch etwas weniger schwere Fälle verursache.

„Das ist aber keine Entwarnung für ältere Ungeimpfte“, betonte Lauterbach. Er warte auf weitere wissenschaftliche Studien. In Großbritannien und Dänemark, wo Wissenschaftler leichtere Krankheitsverläufe bei einer Omikron-Infektion verzeichneten, liege die Impfquote bei älteren Personen deutlich höher als in Deutschland.

Auch den Nutzen von Masken bekräftigte Lauterbach – dieser habe sich durch die neue Coroa-Variante sogar noch gesteigert: „Die Viruslast der Infizierten ist bei Omikron niedriger, deshalb wirken Masken besser.“ Insbesondere in der Schule sei das Tragen der Masken „ein absolutes Muss für alle Klassen“, sagte er.

Autorin: Sophie Pixis

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